Flussmorphologische Veränderungen am Kamp durch das Hochwasser 2002 und ihre Bedeutung für Hochwasserschutz und Fischökologie

BearbeiterInnen:
C. Hauer, C. Frangez, M. Jungwirth, S. Hofbauer, S. Muhar, S. Preis, G. Unfer und H. Habersack
Verantwortlich für den Inhalt dieses Artikels:
Dipl.Ing. Christoph Hauer [IWHW, Boku Wien]
Bearbeitungszeitraum: ÖWAV 2006 Heft 11-12
Beauftragt von: NÖ Landesakademie in Kooperation mit der Gruppe Wasser am Amt der NÖ Landesregierung
Letzte Änderung: 02.01.2007

In diesem Beitrag werden Ergebnisse aus dem Projekt \"Nachhaltige Entwicklung der Kamptal-Flusslandschaft\" vorgestellt, die sich mit der Dokumentation bzw. Prozessanalyse von flussmorphologischen Veränderungen durch das Hochwasser 2002 auseinandersetzen. Es galt, (1) Umlagerungsflächen/Verwerfungen auszuweisen bzw. Erosionen zu quantifizieren, (2) Verwerfungstypen zu klassifizieren, um in der Folge (3) physikalische Prozesse in diesen Umlagerungsflächen mit Hilfe von hydrodynamisch-numerischen (HN) Modellen zu beschreiben. Für ein zukünftiges Management dieser Umlagerungsflächen wurden (4) Untersuchungen nach Hochwasserschutz- bzw. ökologischen Kriterien an Hand eines Fallbeispiels durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten, dass vor allem Abflusskontraktionen bzw. flussab folgende Abflussexpansionen wesentlich zur Verwerfungsbildung durch das Hochwasser 2002 beitrugen. Die Umlagerungsflächen brachten lokal sowohl aus Sicht des Hochwasserschutzes, als auch aus Sicht der Fischökologie, eine Verbesserung gegenüber dem Zustand vor dem Hochwasser 2002. Die hier vorgestellten Projektergebnisse wurden im Auftrag der NÖ Landesakademie in Kooperation mit der Gruppe Wasser beim Amt der NÖ Landesregierung vom Institut für Wasserwirtschaft , Hydrologie und Konstruktiven Wasserbau (IWHW) gemeinsam mit dem Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement (IHG) des Departements für Wasser-Atmosphäre-Umwelt der Universität für Bodenkultur erarbeitet.


http://www.kamptal-flusslandschaft.at