Flussmorphologische Entwicklung der Donau im Nationalpark Donau-Auen (Lobau) 1726-2001

BearbeiterInnen:
Severin Hohensinner, Doris Fleischanderl
Verantwortlich für den Inhalt dieses Artikels:
DI Severin Hohensinner [Institut f. Hydrobiologie u. Gewässermanagement, Universität f. Bodenkultur Wien]
Bearbeitungszeitraum: März 2003 - Okt. 2004
Beauftragt von: Forstamt des Magistrates Wien (MA 49)
Letzte Änderung: 13.12.2006

Das Projekt dient in erster Linie der zweidimensionalen Analyse und Darstellung der Donau-Flusslandschaft im Bereich der Lobau (Strom-km 1923-1910) vor Beginn der Regulierungstätigkeit basierend auf der CAD/GIS-unterstützten Auswertung historischer Kartenwerke. Zudem sollen auch die Auswirkungen der wasserbaulichen Eingriffe auf den morphologischen Zustand dieses Lebensraumes dokumentiert und analysiert werden. Die Rekonstruktion der historischen Flusslandschaft dient aber nicht nur der wissenschaftlichen Untersuchung der morphologischen Entwicklung über einen längeren Zeitraum, sondern verfolgt gleich mehrere Ziele:
(1) Veranschaulichung und Darstellung der ehemaligen Donau-Auen beginnend mit ca. 1726 bis 2001 mittels Grafiken und Animationen.
(2) Beiträge zur Landes-, Lokal- und Naturgeschichte dieser Region.
(3) Bewusstseinsbildung hinsichtlich der „Bedürfnisse“ eines Flusses und seiner Auen (z.B. durch Präsentationen in Nationalpark-Besucherzentren, Ausstellungen, ...).
(4) Bereitstellung von Grundlagendaten zur Ausarbeitung und Bewertung von zukünftigen Auen- und Gewässermanagementkonzepten im Nationalpark im Sinne eines „virtuellen Leitbildes“. Fokus des Projektes ist aber die detaillierte Evaluierung des Untersuchungsgebietes hinsichtlich der natürlichen, ehemals prägenden, abiotischen Rahmenbedingungen als Basis für das Ökosystem Donauauen. Dementsprechend werden folgende thematische Schwerpunkte behandelt:
(1) Quantifizierung der Wasser- und Landlebensräume der natürlichen Flusslandschaft vor Beginn der Regulierungstätigkeit.
(2) Abschätzung des Umlagerungsverhaltens und der Gewässerneubildung bzw. Gewässerentwicklung.
(3) Beurteilung der Intensität der Gewässervernetzung.
(4) Dokumentation und Bewertung anthropogener Eingriffe in den Lebensraum Donauauen.